Simsaladschinn-Lieblingssatz-Countdown, Platz 4: Origamikünstler

 „Ich bin Meisterin im Origami“, sagte Jessy. Das musste etwas ganz Gefährliches sein, dachte Amanda, denn die beiden Jungen liefen sofort davon.

Was das Basteln angeht, habe ich zwei linke Daumen. Deshalb fand ich es wie Amanda auch so beeindruckend, dass Jonas‘ Stiefschwester Jessy die Kunst des Origami beherrscht. Es gelingt ihr damit sogar, zwei Jungs, die ihr und Jonas das Leben schwer machen, in die Flucht zu schlagen. Doch Origami ist keineswegs eine Kampfkunst wie Karate, Aikido oder Jiu Jitsu, wie Amanda annimmt.

Origami ist die Kunst des Papierfaltens. Gefährlich ist das nicht und schmerzhaft höchstens dann, wenn man sich versehentlich an einer scharfen Papierkante schneidet. Wie mir das des Öfteren passiert ;-).

Ursprünglich stammt Origami aus Japan und war dort im 14. Jahrhundert schon sehr beliebt . Weil Papier jedoch damals teuer war, wurden die kleinen Kunstwerke vermutlich hauptsächlich für Zeremonien gefaltet. Zum Beispiel Noshigamis, die gute Wünsche symbolisieren sollten. Im Laufe der Zeit wurden die Modelle immer komplizierter und auch moderner.  Im Netz gibt es fantastische Kunstwerke. Das wohl bekannteste, traditionelle Modell ist der Kranich. Einer japanischen Legende nach wird demjenigen, der tausend Kraniche faltet, von den Göttern, den Kami, ein Wunsch erfüllt.

Um kleine Origamikunstwerke herzustellen, braucht man nur ein quadratisches Papier und Geduld. Ich hab mich mal an einem Frosch versucht, wie Du siehst. Hat riesig Spaß gemacht. Im Netz findest Du viele Bastelanleitungen, falls Du es auch mal probieren willst. Hier zum Beispiel auf der Website von Bastelparadies.

Viel Spaß!