Schreibtipp: Mit allen Sinnen schreiben

Schreibtipps gibt es viele. Der für mich wichtigste Schreibtipp war womöglich der folgende:

Ein guter Text lebt von den Bildern, die er im Kopf erzeugt. Deshalb ist es so wichtig, nicht nur über das zu schreiben, was der Charakter sieht, sondern möglichst mit allen Sinnen zu be-schreiben. Erst dann wird der Text so richtig lebendig.

Es gibt 5 Sinne

  • den Geschmackssinn
  • den Geruchssinn
  • den Tastsinn
  • den Sehsinn
  • den Gehörsinn

Ein Beispiel: Deine Figur geht auf einer Wiese spazieren. Was sieht sie, was riecht sie, was fühlt sie? Das weiche Gras unter ihren Füßen, den süßen Duft der Blumen, der in der Luft liegt, den blauen Himmel über sich? Womöglich hört sie auch das Gezwitscher der Vögel oder Lärm von Baumaschinen und es stinkt nach Kuhmist, weil die Bauern gerade die Felder düngen.

Hier in dieser Szene von meinem Kinderbuch „Meerschwein gehabt“ habe ich das zum Beispiel umgesetzt und Tastsinn und Geruchssinn kombiniert. Eine längere Leseprobe von „Meerschwein gehabt“ findest Du hier.

Je mehr Sinne du kombinierst, desto „echter“ wirkt die Szene. Viel Spaß beim Ausprobieren :-)