Und noch eine Lieblingsszene aus „Meerschwein gehabt“

Tessa hat’s nicht leicht. Nachdem sie Meerschwein Pepper „verloren“ hat, will sie unbedingt erst einmal ein anderes Meerschwein beschaffen, damit Peppers Kumpeline Bel nicht so allein ist. Dazu braucht sie Geld. Also beschließt sie, Kuchen zu backen. Doch das geht gehörig schief.

Hier ein Ausschnitt der Szene aus dem Buch:
Unter Trixis aufmerksamen Blicken lege ich eine Backform mit Backpapier aus und zerdrücke darin Kekse für den Boden. Dann löffele ich den Teig in die Form. Trixi lässt mich keine Sekunde aus den Augen. Als würde sie sich alles genau einprägen, um mich hinterher bei Oma zu verpetzen. „Du spinnst, Tessa!“, sage ich laut und lecke den Teiglöffel ab. Hmm, lecker!
Nachdem der Kuchen vorbereitet ist, gehe ich nach oben in mein Zimmer, um Stifte und ein großes Blatt für ein Plakat zu holen. Die Torte gibt locker zwölf Stücke. Das heißt, wenn ich alle verkaufe, bin ich gerettet. Fröhlich summend laufe ich mit Papier und Stiften die Treppe hinunter. In der Küche traue ich meinen Augen nicht. Trixi flattert hektisch um den Tisch herum. In ihrem Schnabel hat sie den Pfefferstreuer. Was will sie denn damit? Als ich es sehe, sackt mir das Herz – swusch! – bis hinunter in die Fußspitzen. Trixi will damit die Hunde vertreiben. Die stehen nämlich auf dem Tisch und heben jetzt ihre Köpfe. Aus der Kuchenform! Ihre Schnauzen sind voller Quark. Das darf doch nicht wahr sein!
„Ihr dusseligen Viecher!“ Wie der Blitz stürme ich auf sie zu. Die Hunde preschen auseinander und verkriechen sich jeder in eine Ecke. Trixi krächzt und lässt den Pfefferstreuer fallen. Er kracht auf die Torte und verstreut seinen Inhalt. Mopsi rülpst laut. Oh je, hoffentlich bekommen die Hunde keine Bauchschmerzen. Schokolade ist ja überhaupt nicht gut für sie. Rasch gehe ich zu ihnen und taste ihnen vorsichtig den Bauch ab, so wie Paps es mir mal gezeigt hat. Danach bin ich so schlau wie vorher.
Mopsi wedelt so doll, dass mir sein Schwanz über den Arm fegt. Dann sprintet er zum Futternapf, den wir immer in der Küche stehen haben. Bleibda schleckt mir übers Gesicht. Iiih! Offenbar geht es den beiden gut. Uff!
Erleichtert wische ich mir Bleibdas Sabber ab, dann aber werde ich so wütend auf mich selbst, dass ich platzen könnte. Wie konnte ich nur die Hunde in der Küche lassen! Die Torte hat ziemlich gelitten. Die eine Hälfte ist mit Pfeffer bedeckt, auf der anderen sieht man Schleckspuren.
Ich muss noch einmal von vorn anfangen. Aber flotti! Ich suche die Zutaten zusammen, finde aber keine Kekse mehr. Verflixt!

Das Buch wird ab Ende März erhältlich sein.